Imam Sajad (a.s.)"Warum hast du uns nicht gesagt, wer du bist?! Wir sind es, die dir zu dienen haben. Du bist unser Meister. Wir müssen dir zu Diensten stehen. Komm, setz dich hier, auf den Ehrenplatz, nieder. Er gebührt dir, nicht uns." Imam Ali Ibn al Hussayn (a.s.) antwortete: 'Nein - ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich dann, wenn ich mit einer Karawane reise, in der man mich kennt, nicht die Gelegenheit habe, zu dienen. Darum achte ich darauf, mit einer Gruppe zu pilgern, in der mich niemand kennt. Darum, damit ich den Muslimen wirklich dienen kann und neue Freunde hinzugewinne. Du'a und Tränen Ali Ibn al Hussayns (a.s.) Situation war eine andere als die seines Vaters Hussayn Ibn al Ali (a.s.). Und auch eine andere als die Imam Sādiqs (a.s.). Doch für den, der im Dienste des Islam stehen will, gibt es immer Möglichkeiten. Der eine findet diese, der andere jene. Und so sehen wir, was er - Zayn ul 'Ābidin bzw. Imam Sağād - mit seinen wunderschönen und zugleich aussagestarken Du'ās, die der Schi'ah zur Ehre gereichen, zu erreichen vermochte. Im Rahmen seiner Du'as, seines Rufens und Flehens zu Gott, kam er seiner Mission als Imam nach. Einige gehen in der Annahme, daß Imam Zayn ul 'Ābidin - und zwar deswegen, weil er sich nach dem Dahinscheiden seines Vaters niemals zum Widerstand erhob - die Bewegung seines Vaters hat fallen und einschlafen lassen. Keinesfalls jedoch war es so. Vielmehr nutzte er jede Gelegenheit, um die Widerstandsbewegung seines Vaters wachzuhalten. All seine Tränen - wozu dienten sie wohl? Waren sie lediglich in der Trauer um das, was in Kerbela geschah, begründet? Oder aber erinnerte er durch sie immer wieder an das Geschehen zu Aschura?! Damit es nicht in Vergessenheit geriet - nicht das Aschura-Geschehen und auch nicht der Grund des Widerstandes seines Vaters, Hussayn Ibn al Ali (a.s.). Und ebenfalls nicht, wer seine Mörder waren?! Genau das aber war es, warum Imam Sağād oft und in aller Öffentlichkeit weinte. Einmal fragte ihn einer seiner Hausangestellten: "Āqā - wollt ihr denn nun nicht endlich aufhören zu weinen? Ist es immer noch nicht genug?" Er antwortete: "Was sagst du da nur! Jakob hatte nur einen Josef, und im Koran wird über sein Herzeleid um seinen Sohn gesagt: ... und in seinem Kummer füllten sich seine Augen mit Tränen...' 58 Ich aber sah. wie achtzehn Josefs vor meinen Augen zu Boden sanken." 58 Sure 12, Yussuf, Vers 84. Quelle: Die Imame (a.s.) und ihr Weg
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