Die schiitische und sunnitische Einheit



 

Die Gegenwart von Leuten, welche nicht sehen wollen wie die Muslime in ihren verschiedenen Gruppen und Sekten zusammen harmonisch unter dem Schirm des Monotheismus und Prophetentums leben, lässt die Verantwortung muslimischer Gelehrter wachsen. Ein Blick der Anhänger jeglicher Sekten auf die gemeinsamen Punkte, welche unter ihnen existieren, erhöht die Zusammenarbeit unter den Gruppen zu Gunsten des Nebeneinanderseins in der internationalen Gemeinschaft. Mehr noch ermutigt das genaue wissenschaftliche Prüfen der verschiedenen Punkte, welches auf den zwei wichtigen Gesetzesquellen, dem Qur'an und den prophetischen Überlieferungen, basiert, die ernsthaften und aufrichtigen Versuche in Richtung gründlicher Forschung. Dieser Fakt befähigt Muslime auch dazu, die Wahrheit zu erwerben und sich anzupassen und die Ansichten anderer auszudrücken. Indem wir diese zwei wichtigen Themen in Betracht ziehen, sollten wir die muslimische Gesellschaft und größere Massen darauf vorbereiten, sich Richtung Einheit zu bewegen, indem gemeinsame Ziele wie die Einheit Feinden gegenüber, Kampf gegen auf Spaltung gerichtete Tendenzen, Förderung der wissenschaftlichen, industriellen und kulturellen Entwicklung sowie Gleichheit und Brüderlichkeit erreicht werden.

 

Außerdem sollten Wissenschaftler und Denker verschiedener Lehren das Feld wissenschaftlicher und forschungsorientierter Gespräche im schirmenden Schatten der Einheit und Ausgeglichenheit ausdehnen. Dies sollte darum geschehen, weil in der Vergangenheit ein solches Umfeld unglaubliche und ermutigende Ergebnisse gebracht hat, welche wir noch immer bezeugen können. Zum Beispiel ist es dieses Umfeld gewesen, welches den prominenten Gelehrten und Kanzler der Al-Azhar Universität in Ägypten, Scheich Mohammad Schaltut, dazu führte, sich einer tiefen Forschung über den schiitischen Glauben zu widmen, welche ihn zum Schluss dazu brachte, die berühmte Fatwa auszustellen, aus der ein Auszug wie folgt lautet: "Die Glaubensrichtung der Ja'fari, die als die Glaubensrichtung der zwölf Imame wohl bekannt ist, ist eine Glaubensrichtung, der zu folgen gesetzlich erlaubt ist, so wie es der Fall mit jeder beliebigen sunnitischen Glaubensrichtung ist. Daher ist es für die Muslime ratsam, sie besser zu kennen und den grundlosen Fanatismus hinsichtlich bestimmter Glaubensrichtungen beiseite zu legen."

 

Zweifelsohne hat Mohammad Schaltut seine Fatwa aufgrund von Forschung und in einer Umgebung von Einheit geschrieben. Dies ist, was prominente Gelehrte verschiedener islamischer Gruppen wie Dr. Mohammad Fahham, Scheich Mohammad Ghazali, Abd ar-Rahman Najjar, Vorsitzender der Vermögenskommission der Moschee in Kairo, Professor Ahmad Bek, Professor Scheich Schaltut und Abu Zahra, Professor Mahmud Sartawi- ein jordanischer Mufti, sowie Dr. Hamid Hanafi Dawoud- Dozent für arabische Literatur an der Universität Kairo dazu brachte, diese Fatwa zu unterstützen. Sie bedauerten, dass die gegenwärtigen Probleme, welche die muslimische Welt plagen, das Ergebnis der Uneinigkeit seien und glaubten daran, dass die Ausführung dieser Fatwa zur Lösung der Probleme führen sowie den Muslimen Fortschritt und Gleichstellung bringen würde.  

 

Schlusswort

 

Über die letzten Jahrhunderte hinweg sind Muslime durch ihre eigenen sektiererischen Unterschiede hinter andere Nationen und Regierungen zurückversetzt worden. Bevor der amerikanische Kontinent entdeckt worden war und die Europäer unter Feudalherrschaften lebten, hatten Muslime schon große Fortschritte auf wissenschaftlichen, handwerklichen, kulturellen und sozialgerechten Gebieten gemacht. Unglücklicherweise hatte der Feind die Waffe der Spaltung gegen die Muslime aufgebracht und war dazu fähig gewesen, die Muslime anhand der Linie der Sekten gegeneinander auszuspielen. Die Angriffe der Feinde gegen die Muslime hörten hier nicht auf, sondern setzten sich bis zu der Formierung der von Mohammad bin Abdul Wahab gegründeten abwegigen Gruppe der Wahabiten fort. Bald nach ihrer Gründung beging diese gefährliche Gruppe sowohl gegen Schiiten als auch Sunniten verächtliche Angriffe und Gräueltaten. Am Eid-e Ghadir- Tag 1216 (iranischer Kalender – 1837 n.Chr.) mähte die Gruppe gnadenlos 5000 unschuldige Leute in der Stadt Kerbala im Irak nieder. Der Feind rief auch die falsche Bahai- Sekte unter ihrem Führer Mohammad Ali Bab, den sie den Schiiten als den Imam der Zeit vorstellten, hervor und half dieser Sekte bei ihrer Verbreitung.



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