Charta der FreiheitDas bedeutet, es gibt eine Erhebung, eine Reaktion auf eine religiöse Pflicht auf der gegnerischen Seite. Dies ist nicht der Fall bei der westlichen Auffassung von Freiheit. Einige soziale Anstrengungen, die zum Wohle der Freiheit unternommen werden, haben keine logische Rechtfertigung auf der Basis von westlichem Liberalismus. Ein Beispiel: Eine der Rechtfertigungen, welche angeboten werden, ist "Gemeinschaftsgut" oder "Gut der Mehrheit". Dies wird als Ursprung sozialer Freiheit angesehen. Aber warum sollte ich mein Leben zum Wohle des "Gutes der Mehrheit" riskieren? Dafür gibt es keine logische Rechtfertigung. Natürlich können vorübergehende oder kurzlebige Motivationen viele auf das Schlachtfeld treiben. Aber wann immer jemand von diesen, welche unter der Flagge einer solchen Auffassung gekämpft haben, den vorübergehenden Auffassungen der Arena des Schlachtfeldes entkommen, dann werden sie Zweifel bezüglich ihres erklärten Zieles bekommen: Warum sollte ich zu dessen Wohl getötet werden? Dies ist im islamischen Denken nicht der Fall. Der Kampf um Freiheit ist eine Pflicht, denn es ist zum Wohl eines göttlichen Ziels: Wenn Du jemanden siehst, dessen Leben bedroht wird, dann ist es Deine Pflicht, etwas zu tun, um ihm zu helfen. Es ist eine religiöse Pflicht - etwas, bei dem Du, wenn Du dabei versagst, es auszuführen, du einer Sünde schuldig geworden bist. Genau das ist zutreffend für Freiheit. Es ist eine Pflicht, sich dafür anzustrengen. Weitere Unterschiede entspringen diesem grundlegenden Unterschied. Da Wahrheit und moralische Werte aus der Sicht des westlichen Liberalismus relativ sind, ist Freiheit unbegrenzt. Warum? Weil jemand, der an bestimmte moralische Werte glaubt, nicht das Recht hat, jemand anderes zu verklagen, der diese Werte bricht; denn es ist ja möglich, daß jener nicht an diese Werte glaubt. Demgemäß gibt es keine Grenzen für Freiheit vom moralischen und spirituellen Standpunkt aus. Warum? Weil es (demnach ja) keine unveränderliche Wahrheit gibt und ethische Werte relativ sind. Im Islam ist Freiheit nicht solcherart! Im Islam gibt es unwiderlegbare und unveränderliche Werte und eine unwandelbare Wahrheit. Die Entwicklung des Menschen vollzieht sich in Richtung auf die Wahrheit, welche aus Werten besteht und Werte hervorbringt und hinführt zur Vollkommenheit. Dementsprechend ist Freiheit begrenzt durch eben diese Werte. Was das Verstehen und Aneignen dieser Werte angeht, so ist das ein anderes Thema. Einige Leute mögen vielleicht Fehler dabei machen, diese Werte zu verstehen und andere mögen den richtigen Ansatz haben. (Auch) Das steht außerhalb unserer Diskussion. In jedem Fall (aber) ist Freiheit begrenzt durch Werte und Wahrheit. Soziale Freiheit ist ein großer Wert im Islam. Wenn jedoch diese soziale Freiheit zu Zwecken benutzt wird, die den unschätzbaren spirituellen und materiellen Interessen dieser Nation abträglich sind, so ist dies schädlich - genau so, wie menschliches Leben (es sein kann). Der Heilige Qur’an stellt fest: "Wer immer jemanden ermordet, Unheil auf Erden stiftet, es ist so, als hätte er die gesamte Menschheit ermordet." In der Logik des Heiligen Qur’an ist das Morden eines Menschen genau so wie das Morden der ganzen menschlichen Existenz. Dies ist eine erstaunliche Konzeption. Das ist so, weil seine Tat eine Verletzung der Heiligkeit des menschlichen Lebens ist. Aber es gibt Ausnahmen, welche auf der notwendigen Bestrafung von Mord bestehen oder (der Bestrafung) von Stiften von Unheil auf Erden. Das bedeutet, jemand, der das Recht auf Leben einer anderen Person verletzt hat, oder Unheil auf Erden stiftet, der verwirkt (damit) sein eigenes Recht auf Leben. Unveränderliche und definierte Werte und Wahrheiten begrenzen die eigenen sozialen Freiheiten in der gleichen Weise, wie diese sein Recht zu leben begrenzen.
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